Deutschland

Hier findet ihr Texte deutscher Kommunist:innen, Organisationen und Zeitschriften aus verschiedenen Epochen.

Clara Zetkin

Clara Zetkin war eine deutsche Kommunistin. Sie war Gründungsmitglied der KPD und engagierte sich insbesondere in der Frauenpolitik. Auf u. a. ihre Initiative geht der 8. März als Frauenkampftag zurück. Sie war außerdem Mitgründerin der Zweiten Internationale und wichtiges Mitglied in der Leitung der Kommunistischen Internationale.

Franz Mehring

Franz Mehring (1846-1919) war ein deutscher Kommunist, langjähriges Mitglied der SPD und Mitbegründer der KPD. Er arbeitete ausführlich zur Geschichte der Arbeiter:innenbewegung und des Marxismus.

Ernst Thälmann

Ernst Thälmann (1886-1944) war ein deutscher Kommunist und von 1925 an Vorsitzender der KPD. Er wurde 1933 von den deutschen Faschisten verhaftet und war in verschiedenen Gefängnissen untergebracht, bis zu seiner Ermordung im Jahr 1944 im KZ Buchenwald.

Karl Liebknecht

Karl Liebknecht (1871-1919) war ein marxistischer Politiker in der SPD, Spartakusgruppe und Mitgründer der KPD. Er war Sohn des SPD-Gründers Wilhelm Liebknecht. Er stellte sich 1914 als einer der wenigen gegen die Kriegsunterstützung der SPD. Dafür und für seine Agitation für eine sozialistische Revolution wurde er auf Befehl der SPDler Ebert und Noske 1919, zusammen mit Rosa Luxemburg, von rechten Militärs erschossen.

Alfred Sohn-Rethel

Alfred Sohn-Rethel (1899 – 1990) war ein kommunistischer Autor und Hochschullehrer. Er war früh in der Antikriegsbewegung aktiv, leistete Widerstand gegen den deutschen Faschismus und war von 1936 bis 1972 im Exil bis zu seiner Rückkehr in die BRD. Er arbeitet vor allem zur Kritik der politischen Ökonomie und als Soziologe. Er hatte Kontakt zu den bürgerlichen Vertretern der Frankfurter Schule wie auch zu antirevisionistischen Kommunisten wie George Thomson.

Marxistische Arbeiter Schule (MASCH)

Die MASCH war ein Projekt der KPD um revolutionäre Theorie, Allgemein- und Spezialwissen für geringes Geld an das deutsche Proletariat zu vermitteln. In Berlin angesiedelt konnten Kursteilnehmende ab 1926 Abendschulen, Wochenendkurse oder sogar Zwei Wochen Kurse für wenige Pfennig buchen. Themen waren bspw. Geschichte der Arbeiter:innenbewegung, Ökonomie, Grundlagen des Marxismus, Rechtslehre, Kunsthandwerk und -theorie, Naturwissenschaften, Psychologie, Fremdsprachen, Faschismusanalyse und vieles weitere. Die Lehrpersonen arbeiteten unentgeltlich. Viele Teilnehmende oder auch Lehrende waren keine KPD Mitglieder. Grundkonsens war der Antifaschismus. Geleitet wurde sie von Hermann Duncker. Vorträge oder Kurse hielten bspw. Albert Einstein, Jürgen Kuscynski, Karl August Wittfogel, Georg Lukács, Anna Seghers und Hanns Eisler.

Kommunistischer Bund

Der Kommunistische Bund (KB) war eine von 1971 bis 1991 bestehende marxistisch-leninistische und antirevisionistische Gruppe die sich insbesondere in ihrer Anfangsphase an den Mao Zedong Gedanken orientierte. Sie entstand aus dem Zusammengehen des Sozialistischen Arbeiter- und Lehrlings Zentrum Hamburg (SALZ) und dem sehr viel kleineren Kommunistischen Arbeiterbund (KAB) in Hamburg und hatte ihren geographischen Schwerpunkt in Norddeutschland. Ihr schlossen sich nach und nach auch andere Zirkel an. Die Machtübernahme Deng Xiaopings und das Ende der sozialistischen und revolutionären Phase Chinas schätzte der KB als Rechtsputsch ein. 1979 spaltete sich die sog. „Gruppe Z“ vom KB ab und trat dann den im Entstehen begriffenen Grünen bei. Zusammen mit anderen Gruppen und Personen aus den sog. „K-Gruppen“ bildeten sie einen organisatorischen Kern der Grünen. Der KB bestand über die 1980er hinaus durch sein Aufgreifen verschiedener politischer Widerstandsbewegungen, wie der Friedens- und Umweltbewegung. Der KB zerstörte sich jedoch endgültig an der sog. „Palästina-Israel-Frage“ und Widersprüchen zur Übernahme der DDR durch die BRD. Einige Fraktionen des KB wurden zur Keimzelle der „Antideutschen“. Ein anderer Teil des KB, der die Organisation dann formell auflöste ging in PDS und der radikalen Linken auf und hatte den Marxismus-Leninismus damit ebenfalls aufgegeben.

Vorläufer-Theorieorgan: Arbeiterzeitung des KAB

Theorieorgan: Unser Weg / Revisionismuskritik

Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands / Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

Der KABD bzw. die aus ihm heraus gegründete MLPD war bzw. ist eine kommunistische Gruppe die sich nach eigener Darstellung an den Marxismus-Leninismus und den Mao Zedong Ideen orientiert. 1972 entstand der KABD um Willi Dickhut, ein langjähriges KPD-Mitglied. Dickhut war bereits vor dem Faschismus kommunistisch aktiv, beteilgte sich am Widerstand gegen den Faschismus und kritisierte nach 1945 die zunehmend revisionistische Linie der KPD, SED und späteren DKP. In den Diskussionen um das Verhältnis von Studierenden und Arbeiter:innen etablierte Dickhut eine eigene Gruppe und grenzte sich von anderen Antirevisionist:innen wie Ernst Aust von der KPD/ML (Roter Morgen) ab. Der KABD konzentrierte sich stark auf betriebliche Praxis. Er lehnte den Rechtsputsch in China 1976 ab. 1982 entstand aus ihm die bis heute existierende MLPD, die den Maoismus als Dritte Stufe des wissenschaftlichen Kommunismus ablehnt.

Kritiken am KABD / der MLPD

Kommunistischer Bund Westdeutschland

Der KBW war eine von 1973 bis 1985 bestehende marxistisch-leninistische Organisation die sich zunächst an Mao Zedong orientierte. Nach dem rechten Putsch in China rechtfertigte und verteidigte sie diesen. Er entstand als Zusammenschluss sehr vieler Zirkel, insbesondere aus Heidelberg und Bremen. Er war Mitte der 70er die größte der sog. K-Gruppen. Der KBW trat bei Wahlen an, erreichte Ergebnisse im 1-3 % Bereich und ein Gemeinderatsmandat in Heidelberg, welches von den bürgerlichen Parteien und dem Staat massiv bekämpft wurde. Er leistete sich millionenteure Gebäude, Dienstwagen und ein eigenes Datenübertragungs-System. Vom KBW spaltete sich Ende der 70er eine rechte Fraktion (Komitees für Demokratie und Sozialismus – KDS) und 1980 eine linke Fraktion (Bund Westdeutscher Kommunisten – BWK) ab. Ab 1982 stellte der KBW seine politischen Aktivitäten zu Gunsten der Partei Die Grünen immer mehr ein. 1985 löste er sich selbst auf. Viele Mitglieder des KBW sollten später in den Grünen, der Universität oder allgemein Karriere machen. Die KDS endeten ebenfalls in Die Grünen, der BWK bestand bis 1995 und löste sich in die PDS auf.

Theorieorgan: Kommunismus und Klassenkampf

Gruppe Neues Rotes Forum

(Vorgängergruppe und -organ des KBW)

Kritiken am KBW (NRF)

Kommunistischer Bund – Zur Politik des KBW (NRF)

Diverse Texte aus dem Kontext und der Geschichte der Neuen Kommunistischen Bewegung in Deutschland

Die Partei Aufbauen – Plattformen & Grundsatzerklärungen der KPD/AO, KPD-ML, KPD-ML ZK, KPD-ML ZB, KPD-ML Neue Einheit, Rote Garde, KB ML, Proletarische Linke – Parteiinitiative, Proletarische Front

Bo Gustaffsons Stalin Kommentar

Bo Gustafsson – Bemerkungen zur Stalin Frage (Ausgabe v. 1970)

Bo Gustafsson – Stalins Theoretische Arbeiten (1936 – 1953). Eine Kritik. (KPD ML Ausgabe)

Revolutionäre Kommunisten BRD

Die RK (in der deutschen linken Bewegung auch RIM genannt) ist eine kommunistische Gruppe aus Deutschland, die ab Ende der 1980er bestand. Ab ihrer Gründung bis in die späten 2000er orientierten sich die RK am Marxismus-Leninismus-Maoismus. Die Gruppe war offizielles Mitglied der RIM. Seit deren Ende (ca. 2007) orientiert sich die Gruppe nicht mehr am MLM sondern an Bob Avakians Neuer Synthese. Die RK waren stark verbunden mit maoistischen Parteien aus der Türkei / Nordkurdistans die in Deutschland Auslandsorganisationen besaßen, wie etwa die TKP/ML. Sie waren besonders in Berlin aber auch in Hamburg aktiv. Sie brachte die Zeitung „Aufstand!“ heraus und übersetzte Texte aus der RIM, besonders aus den USA, und den Volkskriegen in Nepal und Peru. In den 2000ern beteiligte sie sich am „World Peoples Resistance Movement“ (WPRM) einer Bündnisinitiative die u. a. zum Irakkrieg, zur Besatzung Palästinas und zum Volkskrieg in Nepal arbeitete. Die RK wurden in den 1990ern stark von (antikommunistischen) Autonomen, Anarchist:innen und immer wieder auch Zionist:innen bekämpft, was gewaltätige Auseinandersetzungen auf Demonstrationen beinhaltete. Sie beteiligten sich an der Etablierung der Revolutionären 1. Mai Demonstration in Kreuzberg.

RIM Erklärung – Es lebe der Marxismus-Leninismus-Maoismus! Übersetzt von den RK

Revolutionäre Einheit und Die Lehre aus dem 1. Mai 1996

Aufstand! Zeitung der Revolutionären Kommunisten (BRD)

(1990 bis 199X)

Ausgabe 1990

Ausgabe Mai 1991

Ausgabe Oktober 1991

Sonderausgabe 1991 Jiang Quing

Sonderausgabe 1991 Freiheit für Ayhan Öztürk

Ausgabe 1992

Ausgabe September 1994

Aufstand! revolutionäre kommunistische Zeitung in Deutschland (2000er)

Ausgabe Nr. 1 Januar – März 2000

Sonderausgabe Dezember 2000

Sonderausgabe Januar 2001