Hier findet ihr Texte französischer Kommunist:innen, Organisationen und Zeitschriften aus verschiedenen Epochen.

Pariser Kommune
Die Pariser Kommune war die erste welthistorische, proletarische Revolution. Sie hielt für 72 Tage, vom 18. März bis zum 28. Mai 1871 das Pariser Stadtgebiet. Sie wurde von Sozialist:innen und Republikaner:innen verschiedener Strömungen getragen, etablierte revolutionäre Sozialgesetze und neue Formen der Demokratie und Repräsentation. Proletarische Frauen standen an der Spitze der Etablierung und Verteidigung der Kommune. Die Pariser Kommune wurde von Truppen des französischen Staates mit Hilfe der Armeen der deutschen Staaten gestürzt.
Gauche Prolétarienne (Proletarische Linke)
DIe GP war eine militante, antirevisionistische und an Mao und der Kulturrevolution orientierte Organisation die von 1968 bis 1973 bestand. Sie wurde direkt im Anschluss an den Mai 68 gegründet um die Revolte der Studierenden und Arbeiter:innen voranzutreiben. Im Gegensatz zu anderen Organisationen war die GP skeptisch gegenüber der Parteiform. 1972 wurde das GP Mitglied Pierre Overney beim verteilen von Flugblättern vor dem Werkstor von einem Sicherheitsmann ermordet. 400.000 Menschen begleiteten seinen Trauerzug. Die GP entführte Werksmanager, betrieb eine Zeitung (La Cause du Peuple) und war wie viele militante französische Organisationen von starker Repression betroffen. Sie löste sich 1973 in Folge des Abschwungs der Studierendenbewegung in Frankreich auf, um nach eigener Aussage nicht als bürokratische Organisation ohne Massenbewegung zu enden. Viele Aktivist:innen der GP wurden später, ähnlich wie viele andere Akteure der Studierendenbewegung und der K-Gruppen zu ausgesprochenen Antikommunisten und bürgerlichen Denker:innen. Andere beteiligten sich bis zu ihrem Tod an politischen Bewegungen und an verschiedenen anderen kommunistischen Organisationen.

- Bewaffneter Kampf und Massenlinie. Beiträge der GP zur Vorbereitung des Bewaffneten Aufstandes
- Volkskrieg in Frankreich? Strategie und Taktik der proletarischen Linken
- Tragt den Klassenkampf in die Armee!
- Coup pour Coup! Schlag für Schlag!
Louis Althusser
Louis Althusser (1918 – 1990) war ein kommunistischer Philosoph. Er arbeitete zu den philosophischen Grundlagen des Marxismus, zu Fragen des ideologischen Staatsaufbaus und setzte sich mit dem Denken Mao Zedongs auseinander. Trotzdem war er lange Mitglied der revisionistischen Parti communiste français (PCF) und stellte sich bei der Revolte im Mai 1968 nicht konsequent auf die Seite der Studierenden. 1980 tötete er Hélène Legotien-Rytmann, eine ehemalige kommunistische Widerstandskämpferin gegen die Nazibesatzung, mit der er verheiratet war. Althusser wurde nicht juristisch verfolgt, da er als psychisch Krank eingestuft wurde. Er litt u. a. an Schizophrenie. Die Umstände des gewaltsamen Todes von Hélène Legotien-Rytmann wurden nie wirklich untersucht. Althusser verbrachte die nächsten Jahrzehnte bis zu seinem Tod in verschiedenen Kliniken.


Charles Bettelheim
Charles Bettelheim (1913 – 2006) war ein marxistischer Ökonom und Autor. Er beschäftigte sich mit den ökonomischen Grundlagen des Sozialismus und setzte sich insbesondere mit China und der Kulturrevolution auseinander. Er kritisierte die sowjetische Erfahrung im Aufbau des Sozialismus anhand der Ideen Mao Zedongs. Kurz nach dem Rechtsputsch in China, den er noch konsequent kritisiert hatte, wandte er sich weitestgehend vom Marxismus ab und war nicht mehr publizistisch tätig.
- Die Klassenkämpfe in der UdSSR. Band 1 1917 – 1923
- Massenlinie und revolutionäre Partei
- Über das Fortbestehen von Warenverhältnissen in den sozialistischen Ländern
- Die deutsche Wirtschaft unter dem Nationalsozialismus
- China nach der Kulturrevolution – Industrielle Organisation, dezentralisierte Planung und Wertgesetz
- Fragen über China nach Mao-Tsetungs Tod
- Ökonomischer Kalkül und Eigentumsformen. Zur Theorie der Übergangsgesellschaft
- Theorie und Praxis sozialistischer Planung

