Hier findet ihr Texte italienischer Kommunist:innen, Organisationen und Zeitschriften aus verschiedenen Epochen.
Antonio Gramsci
Antonio Gramsci (1891 – 1937) war ein italienischer, marxistischer Revolutionär und Kommunist. Seit 1913 in der sozialistischen Bewegung Italien aktiv, bewegte er sich am linken Flügel der Partito Socialista Italiano. Gramsci und andere spalteten sich 1921 ab und gründetetn die Kommunistische Partei Italiens. Gramsci wurde 1924 Generalsekretär der Partei und führte sie in ihrem Widerstand gegen den italienischen Faschismus, bis zu seiner Verhaftung 1926. Er war bis kurz vor seinem Tod 1937 inhaftiert. In der Haft verschlechterte sich seine Gesundheit massiv. Dennoch schrieb und arbeitete Gramsci im Gefägniss und hinterließ einen umfassenden politischen Nachlaß (die sog. „Gefängnishefte“).


Brigate Rosse / Rote Brigaden
Die Roten Brigaden waren eine kommunistische Organisation die gegen den italienischen Staat bewaffnet kämpfte. Sie entstand anders als andere bewaffnete kommunistische Gruppen Westeuropas aus der revolutionären Arbeiter:innenbewegung in Verbindung mit der antirevisionistischen Revolte der Nach-68er. Die originale Gruppe und ihre Abspaltungen bestanden von 1970 bis 1988. Nachfolgeprojekte bestanden bis in die frühen 2000er. Die Roten Brigaden umfassten hunderte Mitglieder und bekämpften Manager, Kapitalisten und Staatsbeamte durch Anschläge, Entführungen und Raubüberfälle. Sie unterhielten Verbindungen zu nationalen Befreiungsbewegungen, insbesondere aus Irland, dem Baskenland und Palästina.
Lotta Continua
Lotta Continua (Der Kampf geht weiter) war eine von 1969 bis 1976 bestehende revolutionäre Gruppe in Italien. Sie bestand vor allem aus Studierenden und Jugendlichen die unzufrieden waren mit dem reformistischen Kurs der Kommunistischen Partei Italiens. LC organisierte sich über politische Kämpfe, Streikbewegungen, in Stadteilen und sozialen Zentren. Sie bilden so einen wichtigen Vorläufer der Autonomen. Teilweise beteiligten sich ihre Mitglieder an bewaffneten Aktionen. Andere kehrten zur revisionistischen Bewegung zurück oder wurden Liberale. Führende Mitglieder wurden für den Mord an dem Polizisten Luigi Calabresi verantwortlich gemacht und zu Haftstrafen verurteilt. Calabresi soll seinerseits für die Ermordung des Anarchisten Giuseppe Pinelli in Polizeigewahrsam verantwortlich sein.

- Sofri / Della Mea – Zur Strategie und Organisation von Lotta Continua
- Arbeiterautonomie in Westdeutschland
- Tragt den Klassenkampf in die Armee!

Il Manifesto
Il Manifesto (Das Manifest) ist ein seit 1971 bis heute bestehendes Zeitungsprojekt. Bei ihrer Gründung war Il Manifesto gleichzeitig eine politische Gruppe von aus der Kommunistischen Partei ausgetretenen bzw. ausgeschlossenen Mitgliedern um die Autorin Rossana Rossanda, die dem reformistischen Kurs der Partei widersprachen. Das Projekt orientierte sich auch an der Rebellion der 1968er Studierenden. In den 1970ern näherte sich Il Manifesto für eine gewisse Zeit der chinesischen Revolution und Theorien Mao Zedongs an.
- Die Notwendigkeit des Kommunismus – Plattform von ‚il manifesto‘
- Für eine organisierte politische Bewegung
- Thesen zur Schul- und Hochschulpolitik
- Partei und Klasse. Diskussion zwischen Satre und ‚il manifesto‘

Diverse Texte
- Edoarda Masi – Der Marxismus von Mao und die europäische Linke
- Edoarda Masi – Kritik und Selbstkritik der Neuen Linken
- Lucio Colleti – Zur Stalinfrage
- Classe e Stato – Die Dialektik von Partei und Massen in der chinesischen Revolution
- Massimo Salvadori & Vittorio Rieser – Rätesystem und Maoismus
- CGIL/CISL – Zur Geschichte und Theorie der italienischen Gewerkschaftsbewegung Band 1
- CGIL/CISL – Zur Geschichte und Theorie der italienischen Gewerkschaftsbewegung Band 2

